Sirtaki-Übungen auf der Sonnenterrasse

Zusammen mit meiner Freundin verbrachte ich im letzten Herbst zwei Wochen auf der griechischen Insel Rhodos. Wir entschieden uns für die Reise in der Nachsaison, damit es immer noch warm genug ist, die Strände aber nicht mehr so überfüllt sind und sich das paradiesische Griechenland in seiner vollen Pracht zeigen kann. Jeden Abend ließen wir uns köstlichen Schafskäse und pikante Oliven schmecken, tauchten duftend frisches Weißbrot in Tsatsiki ein und lernten schnell die Wörter „siga, siga“ kennen, die „langsam, langsam“ heißen. Denn in Griechenland findet man keine Hektik und keinen Stress, weshalb wir uns auch für das Lernen des Sirtaki viel Zeit nahmen.

Schon am ersten sonnigen Nachmittag in einer Bar, als wir uns unter großflächige Markisen setzten, wurden wir zum Mittanzen des Volkstanzes aufgefordert. Obwohl ich nicht der große Tänzer bin, ließ ich mich dazu hinreißen, mich zu den griechischen Rhythmen zu bewegen. Von der Sonnenterrasse konnte man aufs Meer blicken, hatte dann aber ganz schön zu tun, bei schnell werdender Geschwindigkeit noch im Takt zu bleiben. Das Lachen der anderen Touristen, der Griechen und meiner Freundin steckte mich jedenfalls schnell an. Sirtaki ist ein unbeschwerter Tanz, der Freude und gute Laune verbreitet.

Schon früh am Morgen, als wir den Schiebevorhang beiseite schoben und auf einen blauen Himmel und das Meer im Hintergrund blickten, hielt uns nichts lange im Bett. Wir ließen uns Fisch in kleinen Hafencafés schmecken, lagen in der Sonne am Strand, probierten abends von den gegrillten Calamares und genossen die Ruhe. Jeden Abend tanzten wir Sirtaki und sind nun schon richtige Profitänzer. Schade, dass wir nun wieder zu Hause sind. Doch wir haben uns einer Sirtaki-Tanzgruppe angeschlossen, um den Tanz auch in Deutschland weiter auszuführen – doch richtig viel Spaß macht es eigentlich doch nur in Griechenland!